Cigarren

Ob Legende oder Wahrheit, man sagt auf jeden Fall, dass Rodrigo de Jeres und Luis de Torres am 04.11.1492, als Gesandte des Admirals Christoph Kolumbus in Cuba an Land gingen und „auf eine große Zahl Indianer stießen, die eine bestimmte Sorte Gräser rauchten“.
Danach wird der Tabak von den spanischen. Eroberern nach Europa gebracht. Dort breitet er sich rasch aus. 1565 sollen französische Hugenotten den Tabak in Deutschland eingeführt haben, zuerst in Köln. Ihren Höhepunkt erreicht die Cigarre in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 1908 stellen ca. 150.000 Beschäftigte 8.600.000.000 (8,6 Mrd.) Cigarren her. Dazu kommen noch die zahlreichen Importe aus Brasilien, Cuba und Sumatra.

Eine Premium-Cigarre besteht aus Einlage/Filler – Umblatt/Binder – Deckblatt/Wrapper. Dabei macht es keinen Unterschied ob es sich um einen sogenannten Short- oder Longfiller handelt. Der Unterschied ist einzig die Einlage, die bei einem Longfiller aus mehreren Blättern besteht. Bei einem Shortfiller werden zerrupfte Tabakblätter verwendet. Die meisten Shortfiller werden heute maschinell in Europa und den USA hergestellt, die meisten Premium-Longfiller-Cigarren in der Karibik. Die Hauptproduktionsländer sind die Dominikanische Republik, Cuba, Honduras und Nicaragua. In den letzten Jahren kamen etliche kleinere Länder wie Panama und Costa Rica hinzu. Auch dort werden schon seit langer Zeit Cigarren hergestellt, jedoch wurden diese lange Zeit nicht exportiert.

Eine Sonderstellung, auch geographisch, nimmt Brasilien ein. Brasil-Tabak wird zwar fast auf der ganzen Welt verarbeitet, aber echte brasilianische Puros findet man nur noch selten. Geblieben sind hier nur noch die großen Namen wie Dannemann und Suerdick.

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